Die Geschichte

Bereits am 27. August 1927 wurde durch die Einsatzbereitschaft und den Ehrgeiz der damals Verantwortlichen- verbunden mit dem 40-jährigen Jubiläum der Sektion – die neue Kasseler Hütte im Talschluss des Stilluptals auf 2.177 m feierlich eingeweiht. Erste Hüttenpächter waren das Ehepaar Andrä und Antonia Pfister aus Mayrhofen. Sektionsmitglieder und Gäste ließen es sich nicht nehmen, während der Eröffnungsfeier auch schon die ersten Bergfahrten auf die nahe gelegenen Wollbachspitze, Grüne Wand Spitze und Stangen Spitzen auszuführen. Nach kurzer Zeit wurde eine noch nicht benannte Spitze im direkten Sichtfeld der Hütte als Kasseler Spitze getauft. Jetzt hatte die Hütte auch einen Hausberg. Aus dem direktem Zugang aus dem Tal war ab 1930 auch ein Übergang zur westlich gelegenen Greizer Hütte möglich. Aber erst 1978 konnte nach langer Bauzeit die Verbindung Edelhütte über den Aschaffenburger Höhenstieg fertig gestellt werden. Damit bot sich die Hütte als Mittelstation für eine Rundtour über die östlichen Zillertaler Alpen an.

Ein ehemals vorhandener Übergang in das Ahrntal in Südtirol musste wegen des Gletscherschwundes am Stillupkees und der Abbrüche am Südhang des Zillertaler Hauptkamms aufgegeben werden. Nach einer neuen Übergangsmöglichkeit wird zur Zeit gesucht, auch um die beiden „Kasseler Hütten“ miteinander zu verbinden. In den folgenden Jahren wurden Erweiterungs- und Modernisierungsarbeiten sowie Baumaßnahmen für die Gebäudesicherheit ausgeführt. Die Hütte verfügt jetzt über 24 Zimmerlager, 72 Matratzenlager und einen Winterraum mit 6 Schlafplätzen. Die Bewirtschaftung der Hütte ist geprägt durch eine Familiendynastie der Pächter. Nach 30 Jahren übergab das Pächterpaar Pfister die Hütte an ihren Sohn Franz, der wiederum 1961 an seine Schwester Herta Wiesinger, die bis 1993 die Hütte bewirtschaftete und an ihre Tochter Inge Mayr abgab, die ihrerseits die Hütte bis 2003 betreute. In der Saison 2004 ist diese Aufgabe in die Hände von Angela und Ferdinand Lechner aus Mayrhofen übergegangen – tatkräftig unterstützt durch Tochter und Sohn.

Seit 1999 besitzt die Hütte das Umweltgütesiegel der Alpenvereine. Das ist eine Auszeichnung für Hütten mit besonders hohen ökologischen Standards. So verfügt die Kasseler Hütte über eine eigene Stromversorgung aus Wasserkraft und das Warmwasser wird über eine Solaranlage erwärmt. Eine 3-Kammer-Kläranlage dient zur biologische Abwasserreinigung, eine neue Brandmeldeanlage sowie Flucht- und Rettungswege sorgen für Ihre Sicherheit.